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Die perfekte Morgenroutine

Ich habe ehrlich gesagt noch nie darüber nachgedacht wie es wäre, wenn mein Morgen anders verlaufen würde. Wenn ich früher aufstehen würde und meinen Gewohnheiten abweiche. Wie würde sich das auf meinen Tag auswirken? Ich hatte immer ein klein wenig ‚Angst‘ vor dem frühen aufstehen da ich weiss, dass zu wenig schlaf meinen Migräne Schalter auf ON stellt. Also blieb ich lieber liegen, bis zur letzten Minute, hatte am Morgen Stress und trotzdem Kopfschmerzen. Also wieso nicht einfach mal versuchen früh aufzustehen und den Tag anders zu beginnen als Gewohnt um herauszufinden warum es sich vielleicht doch lohnt früh aufzustehen?

Gerade die ersten Stunden am Morgen sind entscheidend für den weiteren Verlauf des Tages. Natürlich lieben wir unsere Gewohnheiten und Rituale, denn sie geben unserem Tag eine Struktur und einen Rahmen. Darüber hinaus geben uns unsere Gewohnheiten Sicherheit.
Morgens verhält es sich ja so das du aufstehst und dann machst du einfach, ohne darüber nachzudenken. Aber wie wir ja wohl wissen, denkt man über seine Gewohnheiten nicht nach da sie ja quasi per Autopilot ablaufen und alles wie von alleine geht.
Wichtig ist hier zu wissen: Am morgen ist dein Geist offen und ohne Wiederstand. D.h hier liegt die größte Chance um eine neue Morgenroutine zu entwickeln die für jeden einzelnen von uns entsprechend wichtige Elemente und Aktivitäten beinhaltet. Das ist tatsächlich die beste Zeit, um neue Gewohnheiten zu etablieren. Hier kannst du genug Raum für Dinge schaffen, für die du später am Tag keine Gelegenheit findest. Auf diese Weise kreierst du den perfekten Einstieg in den Tag. Darum lohnt es sich früher aufzustehen. Während alle noch schlafen und in einer halben stunde hektisch aufstehen, nimmst du dir zunächst eine Zeit voller Ruhe und Frieden.

Today will be Amazing. So wake up and smile. Positivity is a choice that becomes a lifestyle.

 

Wie ändere ich meine Morgenroutine?
Um etwas zu ändern solltest du dir zuerst einmal vor Augen halten was man bisher sonst immer getan hat. Ich habe heraus gefunden das es im Grunde zwei Gruppen von Morgenmenschen gibt. Zur ersten Gruppe gehörte ich definitiv: die ausgemachten Morgenmuffel! Worin zeichnen sich diese aus? Sie wenden meistens das Minimalprinzip an. Stehen also im allerletzten Moment auf nachdem sie vermutlich das 5. Mal die Snooze-Taste genervt weg gedrückt haben um jede Minute im Bett zu verbringen. Die Folgen davon sind ja ganz klar: Stress, kein Frühstück, ohne Motivation in den Tag zu starten und möglicherweise Kopfschmerzen. Mit ihrer  Mimik als auch durch die Körperhaltung signalisieren sie ihren Mitmenschen dann: „Lass mich bloß in Ruhe, es ist ein mieser Morgen, ich bin eh schon genervt und auf Konversation habe ich schon mal gar keine Lust.“ Hier will ich noch erwähnen, dass sicher nicht jeder ‚Morgenmuffel‘ so drauf ist, es gibt diese Art und es ist wohl eher ein Erfahrungsbericht denn ich und einige Freunde oder Menschen in meinem Umfeld gehörten definitiv zu dieser Spezies.
Dann gibt es noch den Hyperaktiven am Morgen. Die Art von Mensch die Wach werden und sofort aus dem Bett springen. Der Kopf ist bereits voll mit Dingen, die ihnen vermeintlich an diesem Tag abverlangt werden. Sie beginnen somit zwar, direkt zu agieren, aber mit ihnen ist auch eine unglaubliche Hektik erwacht. Die Folgen? Sie verschwenden ihre ganze Energie in die ersten Minuten vom Tag und vermitteln Stress.
Mir ist dabei aufgefallen das beide Gruppen nicht eine Sekunde Zeit in sich selbst investieren. Gruppe Morgenmuffel ist damit beschäftigt, den Tag zu hassen und Gruppe 2 verschießt ihre gesamte kostbare Energie in die Gedanken an ihre Aufgaben.

Das erste Ziel sollte auf jeden Fall sein, sofort beim ersten Klingeln auch wirklich wach zu werden und es auch zu bleiben. Du kannst dich beispielsweise ordentlich strecken. Der Körper braucht Signale um zu Wissen: Jetzt ist die Zeit zum aufstehen gekommen. Ich als Morgenmuffel hatte somit schon meine erste Hürde überwunden und einfach war das nicht. Außerdem ist es wichtig, Zeit zu gewinnen, also, den Wecker vielleicht eine halbe Stunde eher stellen als gewohnt.
Ruhe und Gelassenheit sollten bei beiden Gruppen die oberste Devise sein. Was nach dem aufstehen zuerst gemacht wird ist völlig egal. Ob du nun zuerst die Kaffeemaschine anmachst oder zuerst ins Bad gehst, egal was, Hauptsache entspannt.
Es gibt nun ganz viele Arten von Menschen und somit auch viele verschiedene Art und Weisen in den Tag zu starten. Sportlich, entspannt, laut, leise.. Es kommt einfach darauf an was für ein Typ Mensch man ist. Es gibt Menschen die am morgen gerne spazieren gehen oder Sport machen. Brauchst du eher ruhe, so ist nun der Moment gekommen, dich ruhig mit deinem Kaffee oder Tee hinzusetzen und dir Zeit für dich selbst zu nehmen. Nicht über die Aufgaben des Tages nachdenken, sondern das In-Sich-Gehen ist damit gemeint. Zu merken das du nicht fremdgesteuert bist, sondern dass du der Chef im eigenen Leben bist und deinen Tag selbst programmiert. Es ist wirklich hilfreich erst einmal herauszufinden, wie viel Zeit du dir selbst überhaupt Wert bist. So beginnst du dich selbst wieder wichtig zu nehmen. Du wirst mit Sicherheit erstaunliches erleben wenn du dir Zeit für dich nimmst. In dich hinein spüren und tief durchzuatmen. Das ist im Grunde nichts anderes als eine Meditation. Das Wort Meditation schreckt schon viele ab und die meisten Menschen denken, dass so etwas doch wohl eher in ein Kloster oder in die Esoterik gehört. Das ist aber einfach grundlegend falsch. Sich selbst wahrzunehmen und sich diesen Moment zu nehmen, kann wahre Wunder bewirken.

Gerade nach dem aufstehen ist dein Verstand noch vollkommen unbelastet und sehr aufnahmefähig. Genau darum solltest du auch diese Zeit für dich nutzen. Es wird sich ein Gefühl von Ruhe, vielleicht sogar von Sicherheit und über kurz oder lang von Glück, Kraft und Energie einstellen.

Eine mögliche Reihenfolge die dir für deine Routine helfen ?

  • Wichtig ist es, den Tag nicht mit dem Radio oder dem Fernseher, dem Laptop oder dem Handy zu beginnen. Denn dann passiert das was immer passiert: Die Aufmerksamkeit ist sofort nach außen gelenkt und die Chance, mit dir selbst in Kommunikation zu treten, ist somit erloschen. Das habe ich selbst versucht.
  • Der Tag sollte aber unbedingt mit dem Zähne putzen beginnen. Klar, die Zahnhygiene ist wichtig, aber das ist hiermit nicht gemeint. Viel eher ist es hier so, dass sich dein Körper nachts von Giften befreit, die er dann über den Mund abzutransportieren versucht. Gönnt man sich aber als erstes Tagesevent einen Tee, so würde man die Giftstoffe gleich wieder mit dem Tee in den Körper zurück spülen.
  • Es wird ja immer wieder empfohlen, ein Glas Wasser zu trinken. Das liegt aber ganz einfach daran, das der Körper nach sechs bis acht stunden Schlaf dehydriert ist. Daher führt das Glas Wasser dazu, dass man sich gleich wacher und viel fitter fühlt. Mit einem Spritzer Zitrone wird der Körper gleich doppelt angeregt und dies ist gleichzeitig gut für die Verdauung.
  • Eine meditative Aktion sollte auch unbedingt ein Teil der Routine sein, denn schließlich willst du dein Bewusstsein schärfen und dir ein inneres Reich schaffen, dass dich durch den Tag begleitet. Neben der Meditation ist es auch wirklich hilfreich zu visualisieren, das du dich also deinen positiven Wünschen und Zielen in Form von Tagträumen widmest.
  • Eine wichtige Sache ist für viele Menschen, dass sie auf die äußere Ordnung achten. Gerade der Schlafraum sollte also am Abend gut aufgeräumt sein. Das vermeintliche Durcheinander kann nämlich zur inneren Unruhe führen. Möglicherweise geht dann dein Morgen schon damit los, das du über deine Schuhe stolperst. Das ist auf jeden Fall ein denkbar ungünstiger Start in den Tag.
  • Ein wunderbarer Zugang zum eigenen Unterbewusstsein stellt das automatisierte schreiben dar. Diesen Weg habe ich für mich entdeckt und erleichtert mir den Tag wirklich sehr. Es ist so, dass das Schreiben, ohne nachzudenken, was man da eigentlich schreibt, das Unterbewusstsein anspricht. Hier wird also nicht bewusst nachgedacht und überlegt, sondern einfach gemacht. So hat das Unterbewusstsein die Chance, sich zu Wort zu melden. Die Gedanken können nun ungehindert ihren Weg nach außen finden. Was das bringen soll? Ganz einfach, das ganze hat zwei Wirkungsweisen. Zum einen sprichst du, wie gesagt, dein Unterbewusstsein an und zum anderen könnten es ja auch die Dinge sein, die dich belasten. Sobald diese aber aufgeschrieben sind, können viele Menschen den Gedanken nun einfach loslassen. Außerdem erkennt man am eigenen Geschriebenen sehr schnell, welcher Stimmung man wirklich ist. Oftmals erkenne ich dort negative Sichtweisen und sobald ich diese erkenne, kann die sie mit Hilfe von positiven Glaubenssätzen ändern.

Glaubenssätze und Visualisieren?
Es handelt sich hier keineswegs um eine neue Religion. Es geht hier viel eher um einfache Techniken, die eigene innere Einstellung in eine positive Einstellung zu ändern. Es handelt sich ja wie ich jetzt schon öfter schrieb, um Gewohnheiten. Die Dinge laufen völlig unbemerkt und automatisch ab. Alleine solche Gedanken wie: „Das schaffe ich eh nicht“, oder, “ ich bin eben einfach unproduktiv“, schaden uns sehr. Das Unterbewusstsein speichert dies alles ab. Daher ist es dann irgendwann nicht mehr so, dass du nur denkst du könntest nichts oder bist nicht produktiv, nein, das hat sich selbst als Gefühlsgewohnheit manifestiert und uns wird von uns selbst immer wieder bestätigt, dass es eben auch genauso ist. Und hier greift ebenfalls wieder das automatische Schreiben auf. Diese negativen Gedanken können dort landen. Sie werden somit in die „Freiheit“ entlassen. Sind die Dinge Weg, verlieren sie ihre Macht.

Eine gute Methode ist es, deine negativen Gedanken in positive Glaubenssätze umzuwandeln. Ein positiver Glaubenssatz für die Aussage: “ Mir fällt sowieso nichts ein.“ könnte beispielsweise lauten: „Ich schaffe locker und mit Leichtigkeit, was ich mir vorgenommen habe.“ Das hat mir schon oft geholfen, gewisse Dinge zu schaffen. Anfangs fühlt sich das bescheuert an. Das macht aber nichts, denn eines ist und bleibt ein unumstößlicher Fakt, das Unterbewusstsein wird sofort rebellieren, denn sie sagen ja jetzt etwas ganz anderes als als du tatsächlich fühlst. Ein kleiner Versuch um diese „Theorie“ zu glauben: Falte deine Hände. Wahrscheinlich liegt der recht Daumen über dem linken (vielleicht ist es bei dir auch anders herum). Nun falte deine Hände bewusst anders herum. Nun merkst du, es fühlt sich unangenehm an. Irgendwie falsch. Das bedeutet also: Wir bekommen keine Signale wenn etwas wie gewohnt läuft. Andersherum aber schon. Diese Erkenntnis ist wichtig um zu verstehen, wie Glaubenssätze funktionieren.

Was sollte ich unbedingt vermeiden?
Unordnung ist ein Riesen Killer. Es ist einfach so dass wenn diese „innere Ordnung“ nicht so stimmt, du zunächst mit der äußeren Ordnung beginnen solltest. Außerdem solltest du versuchen dein Handy vielleicht erst etwas später zu verwenden. Uhren hängen sicher auch in der Wohnung. Die weltbewegenden Meldungen auf WhatsApp können sicher auch noch eine halbe Stunde länger auf dich warten, oder? Morgens direkt mit Dingen von der Schule, der Uni oder der Arbeit zu getextet zu werden, nervige Guten Morgen Bilder in Gruppen. Man sollte immer selbst bestimmen, wann man welche Informationen haben möchte und wann nicht. Hany freie Zeit wird sich auch auf dein gesamtens Wohlbefinden auswirken. Du lernst dadurch, nicht dauerhaft zur verfügung stehen zu müssen (damit meine ich nicht das man nur eine Stunde am Tag am Handy sein soll!).

Eine selbst bestimmte Morgenroutine ist das Programm, das man für den Rest des Tages wählt. Sie hat einen Immensen Einfluss auf dein Leben, wenn du sie fortführst, denn hier lernst du wieder dich selbst und deine eigenen Bedürfnisse deutlich wahrzunehmen. Du wirst sehr schnell Veränderungen fest stellen, das habe ich auch! Wer lebt denn nicht gern mit einer deutlich verbesserten Lebensqualität?

 

Danke das du dir Zeit für diesen Beitrag genommen hast. Das Wissen das ich in diesem Beitrag weiter gegeben habe, sind Aneignungen aus Büchern und eigene Erfahrungen. Hast du auch eine Routine die dir hilft in den Tag zu starten? Ich freue mich über deinen Kommentar. Falls du Fragen oder Anregungen hast die den Blog betreffen dann schreibe mir doch gerne eine E-Mail (marlena.brinkmann@outlook.de) oder einfach hier in die Kommentarbox. Ach und, vergiss nicht glücklich zu sein!

5 Comments

  1. Anna

    16. Januar 2018 at 12:28

    Hallo meine Liebe!

    Das ist ein wirklich interessanter Beitrag! Ich gehöre defnitiv auch zu der Sorte Morgenmuffel, wobei ich inzwische wirklich darauf achte, eher mit positiven Gedanken in den Tag zu starten, denn das wirkt sich auch so viel besser auf meine Laune, die ich den Tag über habe aus.
    Ich habe mir mit der Zeit auch angewöhnt sofort nach dem ersten Weckerklingeln aufzustehen und mir dafür beim Frühstück eher Zeit zu lassen. 🙂

    Viele liebe Grüße!
    Anna 🙂
    https://wwwannablogde.blogspot.de

  2. Fashionqueens Diary

    21. Januar 2018 at 16:38

    Grundsätzlich finde ich Routinen nicht verkehrt, denke aber oft, dass der feste Vorsatz, seine Routine auch einzuhalten, oft das Problem ist und es anstrengender macht als es ist. Ich habe mittlerweile keine festen Routinen mehr und dadurch auch weniger Stress 🙂

    1. Marlena

      24. Januar 2018 at 13:00

      Da hast du recht, ich habe mir diesen Vorsatz auch gar nicht gesetzt sondern mache es einfach. Wenn ich dann doch von meiner Routine abweiche macht das auch nix, dann ist das halt so! 🙂

  3. S.Mirli

    22. Januar 2018 at 11:32

    Ich habe das Glück, dass ich schon immer sehr leicht aufgestanden bin. Da ich früher unterschiedliche Dienste hatte, sprich Frühdienst, Spätdienst, Nachtdienst, ist es sowieso schwer eine bestimmte Routine einzuhalten, vielleicht ist es mir deshalb heute so wichtig. Ich mag einen geregelten Ablauf in der Früh, ohne nachzudenken und ich liebe diese Rituale. Ein wirklich toller Beitrag. Ich wünsche dir eine ganz fantastische neue Woche, ganz liebe Grüße, x S.Mirli
    http://www.mirlime.com

  4. Laura

    25. Januar 2018 at 16:00

    Sehr interessanter Post, ist wirklich super geschrieben. 🙂
    Eine bestimmte tägliche Routine habe ich leider nicht und ich persönlich würde es auch nicht schaffen sie immer einzuhalten.

    Liebe Grüße,
    Laura von http://www.lauralaura.de

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